AWS vs Azure Skills: Welche Cloud-Kompetenz 2025 gefragt ist

AWS vs Azure Skills: Welche Cloud-Kompetenz 2025 gefragt ist

Cloud-Kompetenzen als Karriere-Booster

Cloud-Technologien bilden das Fundament moderner IT-Landschaften. Für IT-Fachkräfte entstehen daraus neue berufliche Perspektiven, denn der Bedarf an Experten wächst stetig. Im Zentrum des Interesses stehen vor allem Amazon Web Services (AWS) und Microsoft Azure – zwei Plattformen, die viele Karrierewege maßgeblich prägen. Entsprechend häufig beschäftigt Beschäftigte und Verantwortliche die Frage, ob eine Spezialisierung auf AWS oder Azure den nächsten Karriereschritt begünstigt. Doch wie gestaltet sich die Marktlage 2025 – und worauf setzen Unternehmen hierbei konkret?

Längst tauchen Cloud-Kenntnisse in nahezu jeder IT-Stellenausschreibung auf. Besonders gefragt ist jedoch das vertiefte Wissen zu spezifischen Anwendungsfällen, wie Migrationen in Multi-Cloud-Umgebungen, Automatisierungsstrategien oder Sicherheitskonzepte in AWS und Azure. Wer sich als IT-Professional, Quereinsteiger oder Führungskraft positionieren möchte, muss deshalb abwägen: Welche Plattform – oder welche Kombination – bringt nachhaltige Vorteile für die Karriereentwicklung?

Im weiteren Verlauf liefert dieser Beitrag praxisorientierte Einblicke und Anwendungsbeispiele, um Ihre Weiterbildung im Bereich Cloud gezielt einzuschätzen und strategisch zu planen.

AWS vs Azure: Der Marktüberblick für 2025

Amazon Web Services (AWS) bleibt auch 2025 weltweit die Nummer eins unter den Cloud-Plattformen. Microsoft Azure hat insbesondere im Unternehmensumfeld stark an Boden gewonnen und punktet mit Lösungen für hybride und Multi-Cloud-Szenarien. Während AWS lange als Synonym für Public Cloud galt, bietet Azure zunehmend Vorteile für Unternehmen mit bestehenden Microsoft-Infrastrukturen.

Die Situation in Deutschland zeigt eine differenzierte Verteilung: Der Mittelstand setzt häufig auf Azure, vor allem aufgrund der Integration mit Office 365 und etablierten On-Premises-Systemen. Start-ups oder junge Technologieunternehmen greifen dagegen gerne auf AWS zurück, da die Plattform innovationsfreudige Lösungen und Services bietet. Beide Anbieter sind jedoch branchenübergreifend gesetzt. Laut Bitkom (2024) geben 78 % der deutschen IT-Entscheider an, AWS und/oder Azure als strategisch relevante Technologie in ihren Cloud-Roadmaps zu führen.

  • AWS: Gilt als führend bei IaaS-Lösungen, adressiert technologieorientierte Unternehmen und Innovationsprojekte.
  • Azure:Stark verwurzelt in Unternehmen mit bestehender Microsoft-Umgebung, bevorzugt bei Integrationsszenarien.

Wer ausschließlich eine Plattform tief beherrscht, verschließt sich mittelfristig vielfältigen Möglichkeiten. Besonders gefragt sind Profile, die flexibel zwischen den Systemen navigieren und beispielsweise komplexe Workflows oder Datenflüsse plattformübergreifend realisieren können.

Gefragte Skills: Was Unternehmen sich 2025 wirklich wünschen

Die Services von AWS und Azure unterscheiden sich im Detailreichtum und der Funktionsvielfalt ihrer Angebote. Doch worauf achten Arbeitgeber bei der Auswahl von Talenten am meisten?

1. Infrastruktur und Provisionierung

Gefordert werden konkrete Erfahrungen mit Infrastrukturelementen wie Virtual Machines, Datenspeicher, Netzwerkkonfigurationen und Identitätsmanagement. Bei AWS zählen hierzu Services wie EC2, S3, VPC und IAM; das Azure-Pendant umfasst Virtual Machines, Blob Storage, Virtual Network und Azure Active Directory. Der praktische Nachweis, etwa durch den Aufbau skalierbarer Webanwendungen in diesen Umgebungen, wird meist als klarer Pluspunkt gewertet.

2. Automatisierung und DevOps

Fundierte Kenntnisse bei Infrastructure-as-Code-Werkzeugen (bspw. Terraform, AWS CloudFormation, Azure Resource Manager), Deployment-Prozessen (von GitHub Actions über Azure DevOps bis hin zu AWS CodePipeline) und Container-Lösungen (EKS, AKS, Docker) werden immer relevanter. Wer in der Lage ist, CI/CD-Architekturen cloudübergreifend zu gestalten, hebt sich im Auswahlprozess deutlich ab.

3. Sicherheit & Compliance

Erfahrung im Umgang mit Richtlinienverwaltung (Policies), granularen Zugriffskontrollen sowie Tools wie AWS Security Hub oder Azure Security Center ist hoch im Kurs. Zusätzlich zählen vertrautes Arbeiten mit dem gemeinsamen Verantwortungsmodell der Cloud-Anbieter sowie das Einhalten regulatorischer Anforderungen (z. B. BSI, DSGVO) mittlerweile zum Standard.

4. Daten & KI

Im Bereich Data Engineering, Analytics und Künstlicher Intelligenz wächst der Bedarf an Cloud-Spezialisten. Zu den wichtigen Fähigkeiten zählen der Aufbau von Datenpipelines, plattformübergreifende Analysen und die Anwendung von Machine-Learning-Tools. Beispiele: AWS Redshift und SageMaker sowie Azure Databricks, Synapse Analytics und ML Studio. Wer Datenströme in verschiedenen Cloud-Umgebungen orchestriert, bleibt im Bewerbungsverfahren vorne.

Praxistipp: In Stellenausschreibungen finden sich zunehmend Formulierungen wie „AWS- oder Azure-Erfahrung“ oder „Multi-Cloud-Kenntnisse“. Positionieren Sie diese Kompetenzen gezielt im Lebenslauf, etwa:
„Eigenständige Umsetzung und Administration hybrider Cloud-Architekturen auf Basis von AWS und Azure (IaaS, PaaS, DevOps).“

Praktische Weiterbildungswege: So bauen Sie AWS- und Azure-Know-how gezielt auf

Der Ausbau von Cloud-Kenntnissen erfordert eine systematische Herangehensweise sowie die Wahl passender Lernwege. Wie gelingt effektives Upskilling?

  • Selbststudium:
    Digitale Plattformen wie AWS Training & Certification und Microsoft Learn bieten umfangreiche, häufig kostenfreie Inhalte – vom Einstieg bis zu vertiefenden Spezialthemen.
  • Zertifizierungen:
    Offizielle Nachweise, beispielsweise „AWS Certified Solutions Architect – Associate“ oder „Microsoft Certified: Azure Administrator Associate“, gelten vielfach als Türöffner bei Bewerbungen. Doch ohne nachgewiesene Praxiserfahrung entfalten sie meist nicht die volle Wirkung. Zielgerichtete Zertifizierungen ergänzen die praktische Expertise optimal.
  • Community und Praxiserfahrung:
    Eigene Experimente (wie der Aufbau einer privaten Cloud-Anwendung), Engagement in Open-Source-Communities oder die Teilnahme an Tech-Events fördern das Verständnis für reale Anwendungsfälle und verhelfen zu authentischer Darstellung im Bewerbungsprozess.

So lässt sich etwa im Interview punkten: Wer von der eigenverantwortlichen Migration einer .NET-Anwendung zu Azure berichtet und parallel einen Proof-of-Concept auf AWS erstellt hat, unterstreicht technische Flexibilität und Umsetzungsstärke.

Konkrete Entscheidungshilfe: AWS vs Azure aus Karrieresicht

Die Wahl des passenden Schwerpunkts richtet sich nach Rolle, Branche und persönlicher Vorbildung.

Für Einsteiger: Wer bisherige Erfahrungen im Microsoft-Umfeld (etwa Office 365 oder Windows Server) mitbringt, setzt mit Azure insbesondere bei mittelständischen Unternehmen, im Behördenumfeld oder in Beratungen Akzente. Beispielsweise lässt sich im CV hervorheben: „Integration und Betrieb von Azure-Services (VM, Storage, Netzwerk) im Kontext moderner Arbeitsplatzlösungen.“

Für Technologie-Enthusiasten: AWS spricht dynamische Start-ups und digitale Vorreiter an, nicht zuletzt wegen der schnellen Bereitstellung neuer Services und einer breiten Funktionspalette. Wer mit Themen wie Containerisierung, Serverless oder Big Data arbeitet, kann durch Projekte wie „Automatisierung der Cloud-Infrastruktur mit AWS Lambda und Terraform“ Kompetenz demonstrieren.

Für Fortgeschrittene: Expertise auf beiden Plattformen verschafft im Enterprise-Umfeld deutliche Vorteile – gerade dort, wo komplexe Hybrid- oder Multi-Cloud-Szenarien realisiert werden. Fähigkeiten in der „plattformübergreifenden Automatisierung sowie Monitoring (Datadog, Terraform, API-Integration)“ werden hier besonders geschätzt.

Praxistipp zum Vorgehen: Stellenanzeigen Ihrer Zielbranche lassen sich systematisch auswerten. Legen Sie eine Übersicht an, in der Häufigkeiten von nachgefragten Cloud-Technologien sowie Kombinationsskills wie Kubernetes, Infrastructure-as-Code, Security und Datenmanagement erfasst werden. So identifizieren Sie Entwicklungspotenziale und passen Ihren Weiterbildungsfokus gezielt an.

Der Blick in die Zukunft: Trends und Innovationen

Cloud-Landschaften verändern sich kontinuierlich. Neue Patterns wie Microservices, Event-getriebene Architekturen und KI-Integration verschieben die Anforderungen weiter. Multi-Cloud-Strategien sowie der Umgang mit offenen Werkzeugen wie Kubernetes, Terraform oder Ansible gewinnen an praktischer Bedeutung. Ergänzend rückt das Kostenmanagement, etwa durch Tools wie Azure Cost Management oder AWS Cost Explorer, stärker in den Mittelpunkt.

Entwicklungen wie Low-Code/No-Code-Plattformen und API-first-Architekturen bringen neue Rollenprofile hervor; Jobtitel wie „Cloud Platform Engineer“, „Site Reliability Engineer“ oder „FinOps Specialist“ werden häufiger ausgeschrieben. Wer sich mit aktuellen Services wie Azure AI, AWS Bedrock, automatisierter Security oder Cloud-Governance auseinandersetzt, sichert seine Wettbewerbsfähigkeit im Marktumfeld ab.

Ebenso gewinnen überfachliche Kompetenzen an Gewicht. Die Fähigkeit, klar zu kommunizieren, agil zu arbeiten und sich regelmäßig neuen Anforderungen zu stellen, ist im Zusammenspiel mit DevOps, Data Science und Business-Teams gefragt.

Fazit: Jetzt Skills gezielt aufbauen

Sowohl fundierte AWS- als auch Azure-Kompetenzen verbessern die beruflichen Perspektiven für IT-Experten im Jahr 2025 deutlich. Während Multi-Cloud-Fähigkeiten zunehmend erwartet werden, bleibt die gezielte Spezialisierung – abhängig von Branche und Zielrolle – eine lohnende Strategie. Entscheidenden Mehrwert bietet die Verbindung praxisnaher Erfahrungen mit anerkannten Zertifikaten. Wer seine Weiterbildung fortlaufend an die Marktdynamik anpasst, sichert sich nachhaltige Vorteile – und gestaltet die eigene Cloud-Karriere aktiv mit.

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